Peking 2008

PsIm Verlauf der Vorbereitungen für die Olympiade 2008 in Peking, wurde Jiwei — als künstlerischer Grenzgänger zwischen Berlin und Peking – nicht ein olympisches Motiv für die große Plakatwand vor der deutschen Botschaft in Peking entwerfen könne. Daraufhin sagte Jiwei: „Darf ich frei denken?“ Das Ergebnis war die Installation „imForm — Zhuangtai“. Drei Monate lange war die Deutsche Botschaft in Peking von diesem Kunstwerk verhüllt, das jedem Pekinger Taxifahrer als „das riesige blaue Ding vor der deutschen Botschaft“ bekannt war.
Der dreisprachige Katalog zur Ausstellung ist leider vergriffen; ich habe noch einige wenige Exemplare, aus denen die nachfolgenden Fotos stammen:













Was Li Jiwei geschaffen hat, ist ein Statement, eine Vision, realisiert aus 1.390 Quadratmetern High-Tech
Makrolon® Polycarbonat Sheets von Bayer MaterialScience und zwanzig Tonnen Stahl.
Raum, Zeit und Manpower waren nötig, um diese Vision zu realisieren. Ein hochkomplexer Vorgang: In
einem Spezialofen wurde jedes einzelne Sheet auf über 100 Grad Celsius erwärmt und vom Künstler von
Hand verformt. Starke Pinselstriche im Stil chinesischer Tuschemalerei nehmen die Struktur der Verformung
auf und ergeben zusammen mit dem Licht eine Gesamtkomposition. (Sponsor Markus Hoschke, Managing Director Bayer Sheet China)




Die ersten Skizzen






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Drei Monate war die Botschaft von „inForm“ verhüllt; danach ist die Installation, leicht abgewandelt, in den Kunstbezirk 798, wo auch Jiwei sein Atelier hat, umgezogen:








Neben wenigen Katalogen habe ich auch noch zwei Minikunstwerke, alle ein bisschen anders, aus dem Originalmaterial der Installation.
