
Nachdem ich Jiwei 1996 kennengelernt habe, ist auf einmal eine Flut von Bildern in mein Leben getreten. Ich bin schon immer gerne in Museen und Galerien gegangen, habe als Kind einfach mal so einen Aufsatz über Miró geschrieben; mein eigentliches Thema waren aber immer die Worte, in den verschiedenen Sprachen und Geschichten.
Und dann kamen 1996 die Bilder. Nicht ein oder zwei, sondern mehr als wir an den Wänden unserer Berliner Altbauwohnung aufhängen konnten. Dazu die vielen Skizzen, unfertigen oder übermalten Bilder.

Berlin 1996
Ich erinnere mich noch genau, wie mich der Geruch eines frisch gemalten Bildes, das mir Jiwei für mein Büro geschenkt hatte, das Gefühl verlieh, dass hier etwas ganz Lebendiges mit mir den Raum teilt.
Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne Jiweis Bilder gar nicht mehr vorstellen. Sie umgeben mich auch jetzt in der Privatgalerie Li Jiwei in Stralsund und lassen Jiwei, trotz des Reiseverbots nach Peking, immer irgendwie um mich herum sein.

Als ich gestern die Fotos von Jiweis Ausstellungseröffnung im CAFA Art Museum in Peking bekam, hatte ich auf einmal das Bedürfnis, die vielen Fotos, Texte, Katalogbeiträge und Videos ohne Hast und Perfektion, mit dem auf dem iPhone möglichen Layout, auf diesem Blog zusammenzutragen — für mich und vielleicht auch andere, die Freude an Jiweis Kunst haben.
Gisela Reinhold
27.11.2021
PS Jiwei hat eine neue Website.
PSS Der Vollständigkeit halber werde ich die Inhalte der Rubrik Künstler Li Jiwei unserer Seite port kreativ auf diesen Blog übernehmen.